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Madagaskar Artikel
Die Republik Madagaskar (Madagassisch Repoblikan`i Madagasikara, Französisch République de Madagascar) ist nach Indonesien der zweitgrößte Inselstaat der Welt. Die Präsidialrepublik mit Mehrparteiensystem liegt in dem Indischen Ozean vor der Ostküste Afrikas mit einer Küstenlänge von 4.828 km.
Die Insel ist in sechs Provinzen gegliedert: Antananarivo, Antsiranana , Fianarantsoa , Mahajanga , Toamasina und Toliara . Die größten Städte sind: Antananarivo (1 Mio.), Fianarantsoa (130 Tsd.), Toamasina (127 Tsd.), Antsirabe (120 Tsd.), Mahajanga (100 Tsd), Antsiranana (100 Tsd.).
Madagaskar exportiert vor allem Kaffee, Fischereiprodukte, Vanille, Nelken und Zucker. Importiert werden Nahrungsmittel, Investitionsgüter, Konsumgüter und Erdöl. Das Bruttosozialprodukt (BSP) betrug in dem Jahr 2002 4,5 Mrd. US-Dollar, das sind 278 US-Dollar pro Person.
Buch-Tipp: Der Große Madagaskar Taggecko. Phelsuma madagascariensis grandis Sehr empfehlenswert Dieses Buch beinhaltet alle wichtigen Fakten zur Haltung und Pflege des Großen Madagaskar Taggeckos. Übersichtlich, leicht verständlich und bilderreich. Mit vielen Tipps in Infokästen. Viel Wissen für wenig Geld. Wenn man vergleicht was andere Fachbücher über Reptilien kosten. | |
Die Madagassen bilden ein kulturell homogenes Volk, bestehend offiziell aus 18 miteinander verwandten Bevölkerungsgruppen („foko“). Die kulturelle Einheit drückt sich insbesondere durch die gemeinsame Sprache (malagasy, madagassisch) aus, wobei die ethnischen Gruppen über einige Dialekte verfügen. Zudem unterscheiden sich die Sitten und Gebräuche von Ethnie zu Ethnie mal mehr, mal weniger. In dem Allgemeinen leben die Madegassen sehr traditionsbewusst, wobei ausländische kulturelle Einflüsse in dem Laufe der Zeit stets wieder integriert worden sind, vor allem in den Städten. Dem reichen kulturellen Reichtum gegenüber steht eine weit verbreitete materielle Armut, verursacht durch jahrzehntelange aus- und inländische Ausbeutung und mehrere jährliche Naturkatastrophen (Wirbelstürme, Dürre).
Das große Bevölkerungswachstum in Verbindung mit dem traditionellen Abbrennen von Wald für landwirtschaftliche Zwecke und der Rodung für Bau, Heizmaterial und andere Zwecke bewirkt große ökologische Probleme. Die Waldfläche ist seit den 1950ern massiv geschrumft.
- Minderheiten
- etwa 130 Tausend Komorer
- 27 Tausend Franzosen
- 25 Tausend Inder
- 9 Tausend Chinesen
- Religion
- 52 Prozent madagassischer Glauben (Monotheismus, Ahnenverehrung)
- 41 Prozent Christentum (25 Prozent katholisch, 20 Prozent protestantisch)
- 7 Prozent Islam
Buch-Tipp: Der Madagaskar- Plan Die historische Wahrheit ist vielschichtig. Unabhängig voneinander und zu gleicher Zeit bearbeiteten der Deutsche Magnus Brechtken und der Niederländer Hans Jansen die Geschichte des Madagaskar-Planes, oder besser gesagt: Der Madagaskar-Pläne, deren Mehrzahl vor allem bei Jansen deutlich wird. Jeder Historiker erfährt in seinem Studium, daß... |
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Die Nationalversammlung hat 150 auf vier Jahre gewählte Mitglieder. Zusammen mit dem Senat bildet sie das Parlament.
Buch-Tipp: Furcifer pardalis. Das Pantherchamäleon Empfehlenswert für den Einsteiger Ich habe das Buch erst nach langer Lektüre in dem Internet gekauft und gelesen. Zuerst einmal ist zu sagen, dass das Buch für den Einsteiger bzw. Interessenten an der Chamäleonhaltung sehr zu empfehlen ist. Die Grundbedürfnisse und Besonderheiten der Tiere werden gut dargestellt. Was mich etwas stört sind Ideen... |
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Bis zur sogenannten sozialistischen Revolution 1975 unterhielt Madagaskar ausschließlich Beziehungen zu dem Westen, öffnete sich dann aber beiden Seiten. Die bisher ignorierten Staaten China und Sowjetunion eröffneten daraufhin Botschaften in Madagaskar.
Die Beziehungen zu dem Westen nahmen dadurch Schaden und normalisierten sich erst nach einigen Jahren wieder völlig. Besonders Frankreich hat großes Interesse an der ehemaligen Kolonie. Nach dem Ende des Kalten Krieges verlor Russland das Interesse am Inselstaat, China leistete zusätzlich Entwicklungshilfe.
Buch-Tipp: Kauderwelsch, Madagassisch Wort für Wort Hilfreiches Helferlein Wer den Anspruch hat, sich in dem Urlaub grundlegend verständigen zu können, kommt an den Kauderwelsch-Sprachführern nicht vorbei.
Leicht verständlich werden einem hier sprachliche Grundlagen näher gebracht, wobei der Schwerpunkt deutlich auf alltäglichen Redewendungen liegt.
Das Madagassische erweist sich hierbei allerdings... |
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Durch eine neue Verfassung wurde Madagaskar 1992 zu einer Präsidialrepublik, deren erster Präsident aber nach vier Jahren abgesetzt wurde, da er seine verfassungsmäßigen Kompetenzen überschritt.
Daraufhin wurde 1996 Didier Ratsiraka von der Einheitspartei Association pour la Renaissance de Madagascar (AREMA), die in den 70ern die Macht innehatte, mit knapper Mehrheit zu dem neuen Präsidenten gewählt, aber erst nach einigem Zögern des Verfassungsgerichts vereidigt.
Dieses Zögern war berechtigt, da Ratsiraka kurz nach seiner Vereidigung Mitte 1998 eine Verfassungsänderung durchsetzte, die ihm mehr Macht zusprach. In dem April 2001 wurde zu dem ersten Mal die zweite Kammer, der Senat, gewählt.
Bei den Präsidentschaftswahlen am 16.12 2001 erhielt offiziell Marc Ravalomanana anfangs keine absolute Mehrheit (46%), weigerte sich aber, sich einem zweiten Wahldurchgang zu stellen, da er seinen Informationen nach 52 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Am 28.04 gab das Verfassungsgericht aber ein neues Ergebnis heraus, wonach er mit 51,3 Prozent gegenüber 35 Prozent für den bisherigen Präsidenten gewonnen hatte. Ravalomanana wurde vom Verfassungsgericht zu dem Sieger erklärt. Dazwischen lagen turbulente Monate. Der bisherige Präsident Didier Ratsiraka floh, mit dem Aufruf Ravalomananas wurde zu Generalstreiks aufgerufen und es gab drei Dutzend Tote.
Auch wenn sich die Lage wieder stabilisiert hat, ist die Unzufriedenheit und Armut der Bevölkerung groß.
Buch-Tipp: Kämpfer der Hoffnung. Wie ich den Kindern Madagaskars eine Zukunft gab Zur ganz eigenen Sache. . . . . . . Um dieses Buch auf den deutschen Buchmarkt zu bringen, benötigte ich einige Zeit und viel Geduld, bis schließlich der Ullstein Verlag in Berlin meine deutsche Bearbeitung dieses hochinteressanten Buches akzeptierte. Der Held dieses Buches, Pater Pedro Opeka, schreibt hier mit der Mithilfe einiger professionellen... |
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Madagaskar wird auch der "8. Kontinent" genannt. Diese Nennung stammt weniger von der Größe der Insel als von ihrer langen isolierten Entwicklung, die eine sehr eigenständige Natur entstehen ließ: Madagaskar wurde vor 150 Millionen Jahren von Afrika und vor 90 Millionen Jahren von Indien getrennt.
Durch seine lange geografische Isolation beherbergt Madagaskar eine einzigartige Fauna. Urtümliche Tiergruppen wie die Lemuren und andere Halbaffen kommen ca. hier vor. Die Raubtiere sind auf Madagaskar ca. durch einige Arten abweichender Schleichkatzen vertreten, die Fossa, die Fanaloka und den Falanuk. Eine weitere rein madagassische Tiergruppe sind die igelähnlichen Tenreks. Dafür fehlen auf der Insel viele Arten wie zu dem Beispiel Affen und Giftschlangen.
Die Insel ist ursprünglich nahezu komplett bewaldet gewesen. Die küstennahen Zonen sind dabei von tropischem Tieflandregenwald bedeckt. Von den ursprünglichen Regenwäldern sind ca. noch 4 Prozent erhalten. Die größten zusammenhängenden Regenwaldflächen, die noch existieren, liegen auf der Masoala-Halbinsel.
Das zentrale Madagaskar ist ein Hochplateau mit durchschnittlichen Höhen von 1100 m. Es fällt nach Osten schroff und steil ab, während der Anstieg in dem Westen sanfter ausfällt. Das Plateau gipfelt in dem Ankaratra, dem mit 2876 m höchstem Berg der Insel. Auf dem Plateau ist das Klima gemäßigt.
Buch-Tipp: MADAGASIKARA - Insel meiner Träume Madagaskar überrascht Bis vor kurzem wusste ich nicht einmal wo Madagaskar liegt und welche Sprache man dort spricht. Nun kann ich den wunderschön klingenden Namen der Hauptstadt aussprechen :"ANTANANARIVO" und weiß, was "BAOBABS" für lustig aussehende Bäume sind. Ich bin überwältigt von den Fotografien und muss schmunzeln, wenn ich die Berichte... |
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Historische Karte von Madagaskar (1888)
Es ist wenig bekannt über die Besiedlungsgeschichte der Insel, die vermutlich vor ungefähr 1500-1200 Jahren stattgefunden hat. Die Ureinwohner Madagaskars waren nicht, wie man vermuten könnte, Afrikaner. Die ersten Siedler gehörten der malaio-polinesischen Sprachgruppe an und kamen aus Südostasien. Unklar ist, ob sie auf direktem Weg oder in mehreren Etappen ihr Absicht erreichten.
Auch die nach und nach eingewanderten Afrikaner und Araber konnten an den südost-asiatischen Gesichtern der Bevölkerung nicht viel ändern. 1506 landeten Portugiesen an der Küste Madagaskars. 1810 – 1828 wurde das Land von König Radama I. beherrscht. Nach mehreren Versuchen konnten die Franzosen erst 1896 Madagaskar zu einer Kolonie machen. 1945 wurde die Unabhängigkeitsbewegung gegründet. Nach mehreren Aufständen wurde Madagaskar 1958 Republik in der Communauté Français und 1960 wieder in die Freiheit entlassen. 1971 wurde das Land von Bauernunruhen erschüttert. Zwischen 1972 und 1975 herrschte eine Militärdiktatur.
Ab 1975 herrschte ein sozialistisches Regime, das sich erst Anfang der 80er wieder dem Westen näherte. Eine neue Verfassung beschneidet ab 1992 die Macht des Präsidenten.Siehe auch: Madagaskar-Plan
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